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Medio Campidano

Beschreibung

Medio Campidiano - Laconi - Menhir

Medio Campidiano - Laconi - Menhir

Die Provinz Medio Campidano liegt im Südwesten Sardiniens.Sie grenzt im Norden an die Provinz Oristano, im Osten an die Provinz Cagliari und im Süden an die Provinzen Carbonia Iglesias und Cagliari.
Die Provinz erstreckt sich über 1.516 Quadratkilometer (6,3% von ganz Sardinien) und hat 28 Gemeinden. Die Provinz Medio Campidano verdankt ihren Reichtum ihrer abwechslungsreichen Landschaft (Meer, Berge, Ebenen, Hügeln) und der Vielfalt ihrer Produkte. Sie liegt in einem der am dünnsten besiedelten und gesündesten Gebiete der Insel und ist deshalb in Sardinien als “Grüne Provinz” bekannt.
Seit der Antike haben sich in diesem Teil der Provinz viele verschiedene Völker abgewechselt, angelockt von den reichhaltigen Bergbaugebieten: Kupfer, Silber, Blei usw. Eine richtige Bergbauindustrie hat sich in diesem Gebiet aber erst im 19. Jh. entwickelt, und nach dem Zweiten Weltkrieg ging sie bereits wieder zu Ende. Heute sind noch Spuren dieser Welt zu erkennen: Baustellen, Dörfer und Ortschaften sind bedeutende Zeugnisse der Industriegeschichte.

Was sehen

Das Gebiet der Provinz Medio Campidano gehört zum Bergbau-Park Sardiniens, in dem sich viele interessante Metallvorkommen befinden, oft Ziele neugieriger Touristen und Liebhaber des Bergbaus. Die wichtigsten Orte sind Arbus und Guspini, aber auch in Gonnosfanadiga, Villacidro, San Gavino und Sardara befinden sich bedeutende Stätten. LLLLLIn den Ortschaften der Provinz Medio Campidano stößt man oft auf schöne Beispiele traditioneller Architektur; Steinhäuser mit den typisch sardischen Dachziegeln, die hier noch hergestellt werden; zu nennen sind hier die Orte Collinas, Sanluri ,Segariu, Serramanna und Serrenti . LLLLLDiese Orte sind auch reich an religiösen Gebäuden, Kirchen aus den unterschiedlichsten Stilepochen: Romanik. Gotik, Renaissance, Barock. Interessant sind auch die übers Land verstreuten Kirchen als Zeugnisse der starken Religiosität der ländlichen Kulturen, wo Religion und Alltag eng miteinander verflochten waren; besonders ist zu erinnern an die Kirche Santa Maria de is acquas in Sardara, Santa Severa in Gonnosfanadiga; das Landheiligtum S. Marina in Villanovaforru; das Heiligtum Madonna d’Itria in Gesturi; die Kirche San Sisinnio, versunken in einem Jahrhunderte alten Olivenhain, und die kleine Kirche San Giuseppe, im „Tal der Kirschen“ von Villascema in Villacidro und viele andere.
Nicht zu vergessen die vielen lokalen Museen, in denen man Geschichte, Monumente, Traditionen, Sitten und Gebräuche dieser Umgebung kennen lernt. Die Provinz Medio Campidano, die dank des fruchtbaren Bodens und der günstigen geographischen Lage seit der Antike bewohnt ist, ist auch reich an Ausgrabungsstätten und Fundstücken. Sehr bekannt und geschätzt sind die Nuraghen-Siedlungen, darunter die zum UNESCO-Welterbe ernannte Anlage Su Nuxari in Barumini. 
Unter den Zeugnissen späterer Epochen sind die phönizisch-punischen Siedlungen wichtig, wie z. B. die Ruinen der antiken Stadt Neapolis, die sich in Guspini befinden. Aus römischer Zeit sind die Thermen von Sardara . Weiter die Anlage Genna Marìa in Villanovaforru und sa Domu e s’Orcu in Siddi, eines der beeindruckendsten Beispiele nuraghischer Grabarchitektur in Sardinien. Auch das Mittelalter hat seine Spuren hinterlassen: Kirchen und Burgen meist, darunter die Burg und das Dorf Sanluri.
Die Provinz Medio Campidano ist reich an Naturschönheiten. Dazu gehört sicher das Linasgebirge, das sich über einen großen Teil der Provinz ausbreitet und eine abwechslungsreiche Landschaft bietet: dichte Jahrhunderte alte Wälder, die die Berge bedecken, wasserreiche Quellen und spektakuläre Wasserfälle, wie Sa Spendula. Es gibt außerdem viele geschützte Tierarten, darunter Mufflons, Habichtsadler, Wildschweine und Gänsegeier. Das hügelige Gebiete bietet auch bezaubernde Landschaften, wie die Hügel von Marmilla und die Hochebene Giara. Die Strände sollte man natürlich auch nicht vergessen: zur Provinz Medio Campidano gehören nämlich gut 47 Kilometer Küste.

Was machen

Den Naturliebhabern bietet die Provinz Medio Campidano verschiedenste Ausflugsmöglichkeiten, einfache wie gewagte, um die wunderschönen Landschaften und die lokalen Flora und Fauna zu erforschen: Steineichen, Wacholder, Erdbeerbäume, aber auch Mufflons und Wildschweine, Sardische Hirsche und Giara Pferde, letzte Exemplare einer Rasse, die wahrscheinlich von den phönizischen oder griechischen Seeleuten eingeführt wurde.
Diese Provinz hat dank ihrer abwechslungsreichen Küsten, wo sich lange Landzungen, mal fein und weiß, mal grober und reich an Muschelsplittern, mit kleinen felsigen Einbuchtungen und großartigen 20 bis 60 Meter hohe Kliffen abwechseln auch Liebhabern des Meeres Einiges zu bieten. Besonders interessant ist die Umgebung von Arbus, auch Costa Verde genannt, da hier Hügel und Dünen, die sich bis ans Meer erstrecken von der grünen Mittelmeermacchia bedeckt sind. Hierher kommen besonders die Touristen, die auf der Suche nach einem erholsamen, ruhigen Urlaub sind, da dieses Gebiet noch kaum besiedelt ist, was für viele andere sardische Küstenstriche heute nicht mehr zutrifft.
In der Provinz Medio Campidano finden das ganze Jahr über Feste und Veranstaltungen statt, die immer schon neugierige Touristen anlocken. Der Anlass solcher feste ist oft religiös, aber schnell vermischen sich christliche und archaische Riten, Heiliges und Profanes auf faszinierende Weise. Gebete, Geschichte, Legenden und Volksglauben schaffen eine von Glauben und Mystik getränkte Atmosphäre. Bunte traditionelle Kleider, die Farben der Feste, die Düfte der Süßigkeiten, Musik und Gesänge machen diese religiösen Feste und andere festliche Veranstaltungen zu unvergesslichen Ereignissen.

Was probieren

In den Ortschaften des Campidano und der Marmilla gibt es eine besondere Art von Brot, das sogenannte civraxu, ein großer Fladen mit einer dunklen knusprigen Kruste und weichem Inneren.
Typisch in diesem Gebiet sind auch die Hülsenfrüchtesuppen mit Speck und wilden Gewürzen, die an die einfachen Gerichte der antiken Bauerntradition erinnern. Weiter gibt es Gerichte aus Gartengemüse und Kleinviehfleisch, Gerichte mit Oliven, Artischocken oder auch nur mit Olivenöl (Lamm mit Artischocken ist z. B. ein Klassiker); Ravioli mit Ricottafüllung und die typischen malloreddus, überall in der Region bekannte Griesnudeln aus dem Weizen von Campidano.
In den Berggebieten ist die Küche von Produkten der Weidewirtschaft beherrscht: Zicklein, Lamm, verschiedene Käsearten und Wild, direkt aus den umliegenden Wäldern.
Im Küstengebiet werden hauptsächlich Fisch und Krustentier-Gerichte serviert: Grillgerichte, Gebratenes oder typische Suppen. Zum gutem Ende die typischen lokale Nachspeisen, zubereitet nach antiken Rezepten, aus Mandeln, Honig, Safran, Frischkäse und Ricotta. Unter den Weinen ist der anspruchsvolle Tafelwein Campidano di Terralba zu nennen.

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