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Das Gedächtnis des Flusses

Eine Route für Mountain-Biker entlang des mittleren Aterno-Tals auf den Spuren der Natur und der Geschichte der Menschen, eine Entdeckungsfahrt zu den schönsten verborgenen Winkeln der Abruzzen.

232 Bewertung | Mittel: 3 von 5

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  • Länge: 21.5 km
  • Etappen: 1
  • Empfohlene Dauer: 1 Giorno
  • Empfohlenes Fortbewegungsmittel: Mountainbike

Autor: Sandro Cordeschi - Lhasa

Vom bewohnten Gebiet von Stiffe fahren Sie – natürlich nicht, ohne vorher den Ort, die Reste der Burg, die Wasserfälle und die berühmten Grotten besucht zu haben – in Richtung Osten auf der hübschen, nicht asphaltierten Straße am Fluss nach Campana weiter. Die Ortschaft liegt hoch über dem Fluss an einen Felsen gebaut und hat noch einige Adelspaläste aufzuweisen. Eine alte Steinbrücke erhöht die Faszination des Ortes.

Nach dem Ort Campana wird der Weg steinig und zeitweise fließt der nun schon wildere Aterno zwischen steilen Felswänden. Sein Rauschen begleitet Sie auf den zahlreichen Wegen und der Kontakt zum Fluss reißt nie ab. Nach einigen Steigungen und Talfahrten kommen Sie in der Nähe einer anderen schönen Brücke zu einer restaurierten Wassermühle, die allerdings nicht mehr in Betrieb ist. Links oben sehen Sie Fontecchio, ein Ort aus der Zeit zwischen Mittelalter und Renaissance, der eine eigene Beschreibung verdienen würde. Wenn Sie den Mut haben, die steile asphaltierte Straße in Agriff zu nehmen, können Sie wenigstens den Platz mit dem Brunnen aus dem 14.Jh. und die Adelshäuser besichtigen.

Unsere Route führt weiter entlang des Flussufers und, mit in paar gut erkennbaren Abzweigungen, – achten Sie darauf, immer in der Nähe des Wassers zu bleiben – zu den Zwillingsorten Santa Maria del Ponte, in voller Sonne gelegen, und Tione, immer im Schatten. Hier sind zwei der wichtigsten abruzzesischen Schriftsteller und Intellektuelle des 20.Jh. geboren, nämlich Giovan Battista (Titta) Rosa und Massimo Lelj. Beide Orte liegen hoch über dem Aterno, verdienen aber die Aufmerksamkeit all jener, die sich für Kultur und ländliches Leben interessieren. Hier befinden sich auch bemerkenswerte Monumente der zivilen und religiösen Architektur, wie z.B. die Kollegialkirche Santa Maria und der Turm von Tione, der auch aus der Ferne gut sichtbar ist. Entlang der Straße am Fluss die Überreste eines alten Klosters, das allem Anschein nach bis vor 50 Jahren noch relativ gut erhalten war.

Der abenteuerlustige Biker kommt nun zum aufgelassenen kleinen Bahnhof von Beffi. Von hier aus führt ein anderer Weg zu einer kleinen aber interessanten römischen Brücke, die über einen keinesfalls einfachen Fußweg erreicht werden kann, an dessen Ende die Reste einer ehemaligen Römerstraße zu finden sind. Die Furchen der Wagen sowie kleine, in die Felswände gehauene Votivnischen sind sichtbar. Wenn Sie mutig und gut durchtrainiert sind, können Sie mit Ihrem Rad auf den Schultern den steilen Weg zum Turm und zur Feste von Beffi hinaufklettern. Der anstrengende Aufstieg führt Sie zu einem mittelalterlichen Ort, der zwar verfallen ist, aber einen präzisen Eindruck von der urbanistischen Struktur und dem sozialen Leben im Mittelalter vermittelt. Wenn Sie den langen Rückweg auf der asphaltierten Straße vermeiden wollen, können Sie zum Bahnhof von Beffi zurückfahren und dort in den malerischen Zug einsteigen, der von l’Aquila nach Sulmona fährt. Vom Zug aus können Sie noch einmal die Orte am Fluss bewundern und dann in Campana aussteigen.

  • Länge: 21.5 km

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km 8.61

Stiffe

42.256 N - 13.546 E

Dieser Ortsteil der Gemeinde San Demetrio ne' Vestini, ein antikes „Castrum“ wurde zu einem befestigten Dorf.

Es war fast sicher an der Gründung der Stadt L'Aquila beteiligt, wie das Vorhandensein einer dem Hl. Andreas geweihten Kirche belegt, hier wie auch in der Hauptstadt der Region mitten im Ort befindlich. Die Ortschaft ist durch die Auseinandersetzung der verschiedenen „Castrum“ auf dem umliegenden Gebiet entstanden.

Im Jahre 1424 erlitt Stiffe zusammen mit Fontecchio und Rocca di Mezzo eine schwere Niederlage durch Braccio da Montone.

Es ist bekannt aufgrund seiner Karsthöhlen, die zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts eine der ersten Wasserkraftwerke speisten. Sie können besichtigt werden und erlauben einen bezaubernden Blick auf die großartigen Formen der Stalaktiten und Stalagmiten.

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km 0.6

Fontecchio

42.232 N - 13.605 E

Fontecchio (Berggemeinde Sirentina und Regionalpark Sirente-Velino) ist eine Gemeinde mit etwas mehr als 400 Einwohnern in der Nähe von L'Aquila, auf 695 m ü.M. gelegen. Ihr Ursprung ist mittelalterlich, im Ortsteil " Il Castellone" finden sich aber auch Reste aus römischer Zeit .

Einen Besuch wert sind die Piazza del Popolo neben der Pfarrkirche Santa Maria della Pace,die Porta Castello, der Palazzo Corvi, die Kirche San Francesco, der großartige Brunnen aus dem 13. Jh. und die Porta dei Santi. Letztere wird überragt vom Torre dell`Orologio, einem Uhrenturm, an dem sich eine der ältesten Uhren befindet.

In Fontecchio befinden sich ebenso wie in Tione und Fagnano die "pagliare". Das sind Dörfer „auf Zeit“, die sich die Bauern neben den zu bearbeitenden Feldern errichteten, wenn diese zu weit vom Ort entfernt lagen. Sie sind noch heute zu besichtigen

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km 0.2

Brunnen aus dem 14. Jh. in Fontecchio

42.230 N - 13.606 E

Der Brunnen aus dem 14. Jh. befindet sich mitten in der Ortschaft Fontecchio, er ist über eine Steintreppe zu erreichen, da er sich auf einer Ebene unterhalb der Piazza del Popolo befindet, wo er aufgestellt wurde.

Mittlerweile ist er zum Wahrzeichen des Ortes geworden. Der Brunnen ist aus weißem Stein gebaut und besteht aus einem vieleckigen Becken, das mit Masken geschmückt ist.Es sind weder das Jahr seiner Errichtung noch der Erbauer bekannt, aber Forscher datieren den Brunnen auf das 14. Jahrhundert.

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km 5.53

Kirche San Francesco a Fontecchio

42.233 N - 13.606 E

Am Rande der Ortschaft Fontecchio liegen die Kirche und das Kloster von San Francesco (13.Jh.). Die mittelalterliche Kirche hat ein schönes romanisches Portal. In der Vergangenheit wurde der Baukomplex als Krankenhaus und Armenhaus genutzt, um dann wieder seine ursprüngliche sakrale Bestimmung zu übernehmen.

Während der jüngsten Restaurierungsarbeiten in den 80er Jahren des 20.Jh. wurde hinter der Apsis der Kirche ein wichtiger Fund gemacht: ein römischer Ziegel-Fußboden im Fischgrätmuster.

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km 2.9

Santa Maria del Ponte

42.210 N - 13.645 E

Santa Maria del Ponte ist ein mittelalterliches Dorf im Bereich der Gemeinde von Tione degli Abruzzi, im Subequana-Tal. Das Territorium gehört zum Regionalpark Sirente-Velino.

Der Ursprung und die Struktur des Dorfes gehen zurück auf ein 'befestigtes Dorf' in der Nähe der gleichnamigen Kirche.

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km 3.66

Tione degli Abruzzi

42.203 N - 13.635 E

Tione degli Abruzzi ist eine Gemeinde in der Provinz L'Aquila mit mehr als 300 Einwohnern, auf 600 m ü.M. gelegen. Es gehört zur Berggemeinde Sirentina.

Um die Mitte des 13. Jh. trägt Tione zur Gründung von L'Aquila bei, später wird es Lehnsgebiet erst der Rivera, dann der Quinzi und der Cocco. Der Ort besteht aus fünf Bezirken und hat eine Struktur römischen Ursprungs. Sehenswert: die Kirche San Nicola da Bari, die Barockkirche der Beata Vergine Maria und das Santuario della der SS. Trinità. Eine geografische Besonderheit dieses Ortes hat dazu geführt, dass viele „Pagliare“ entstanden sind, wie sie typisch sind für die Gemeinden Tione, Fontecchio und Fagnano. Es handelt sich um Unterkünfte, welche die Bauern für einige Zeit in der Nähe der zu bearbeitenden Felder errichteten, wenn diese zu weit von den eigenen Häusern entfernt lagen. Mit der Zeit wurden diese 'Pagliare' zu richtigen Häusern.

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Beffi

42.193 N - 13.680 E

Beffi ist ein Ortsteil von Acciano (Berggemeinschaft Sirentina) in der Provinz L'Aquila mit fast 400 Einwohnern und auf 600 m ü.NHN gelegen.

Ursprünglich war Beffi ein befestigtes Dorf, auch heute noch sind die Reste einer großen mittelalterlichen Burg erhalten. Bemerkenswert sind die Kirche San Lorenzo mit einer hölzernen Madonna mit Kind aus dem 16. Jh. und die Kirche San Michele Arcangelo aus dem 15. Jh. Einen Besuch wert sind ebenfalls die einschiffige Kirche der Madonna del Rifugio und die Kirche der Madonna degli Angeli mit zwei mit Fresken geschmückten Steinaltären.