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Auf der Suche nach den magischen Sator-Quadraten

Ein Route durch die Provinz auf der Suche nach den Orten der magischen Sator-Quadrate.

109 Bewertung | Mittel: 1 von 5

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  • Länge: 174.6 km
  • Etappen: 1
  • Empfohlene Dauer: 1 Giorno
  • Empfohlenes Fortbewegungsmittel: Auto/Motorrad, zu Fuß/Trekking

Autor: Maria Grazia Lopardi - Associazione di Promozione Sociale Panta REI

Das Palindrom war schon den Römern ein Begriff (siehe Pompeij in der Großen Palestra, Corinium in England, Dura- Europos in Syrien) und wurde im Mittelalter in Sakralbauten, vor allem in den von den von den Templern errichteten, eingebaut (San Giovanni in Campiglia Marittima, Abtei von Valvisciolo, Pieve von Terzagni etc.). Es geht in diesem Palindrom um das Geheimnis der Schöpfung: “Der Schöpfer (sator), nach dem ich strebe (arepo, kontrahierte Form von adrepo), hält (tenet) mit seinem Werk (opera) die Himmelssphären (rotas)”. Es stellt das geheime Werkzeug der mittelalterlichen Bauherren dar, die durch die Verbindung der Buchstaben eine universelle Matrix schaffen, den Wächter jener Zahlenverhältnisse, die für die Heilige Geometrie charakteristisch sind. Der Baumeister zeichnete auf diese Weise die Gesetze der Harmonie der Schöpfung nach und drückte seinem Werk das Siegel Gottes auf. Die Route führt an Orte, von denen Sie mit Sicherheit fasziniert sein werden.

Magliano dei Marsi
Das Magische Quadrat ist an der Fassade der mittelalterlichen Kirche Santa Lucia unter dem Bauch eines Tieres mit Löwenkörper und Adlerkopf zu sehen. Die Inschrift stellt eine Drehbewegung dar, die den Dynamismus der Schöpfung unterstreicht. Die Kirche soll nach einer suggestiven Hypothese auf einem Tempel des Jupiter STATOR stehen, der das Wort SATOR schon beinhaltet; sie entstand im 13.Jh. und wurde nach dem Erdbeben 1915 wieder aufgebaut. Samson (auf hebräisch “kleine Sonne”), der den Löwen tötet, weist auf das Prinzip der Schöpfung hin, das sich darstellt und dadurch das Chaos (Löwe) beherrscht, aus dem in der Bibelgeschichte die Bienen schwärmen. Biene heißt auf Hebräisch DVORA´und hat dieselbe Wurzel wie DAVAR, d.i. das Wort, das ordnende Prinzip der Schöpfung.

Campotosto
Das Magische Quadrat ist grob in die Wand der Krypta der kleinen Kirche der Madonna Apparente eingemeißelt, wo die Jungfrau Maria am nahe gelegenen Fluss einem stummen Mädchen namens Rosa erschienen ist, das zu sprechen begann, um allen den Wunsch der Jungfrau mitzuteilen, dass an diesem Ort eine Kirche errichtet werden sollte. Als Zeichen für die tellurische Energie des Orts, der nicht zufällig der Ort einer Marienerscheinung war, befindet sich das Magische Quadrat in der Krypta, was einen Hinweis auf die Höhlen darstellt, wo die Initiation zu den antiken Mysterien der Großen Göttin stattfand.

Capestrano
Das Magische Quadrat steht Kopf an der Fassade der romanischen Kirche San Pietro ad Oratorium, die von dem Langobardenkönig Desiderio gegründet worden war und im Jahr 1100 restauriert wurde. Im Inneren ein wunderschönes Zyborium und das grandiose Fresko mit den 24 Ältesten der Apokalypse und Christus auf dem Thron zwischen den Symbolen der Evangelisten in der Apsis. Bei einer Kontrolle mit dem SATOR-Quadrat stellte man fest, dass der Bau den Regeln der Harmonie der Heiligen Geometrie entspricht, was ja auch durch das Magische Quadrat bestätigt wird.

Bominaco
An der Fassade der Kirche Santa Maria Assunta sehen wir ein Fries, das nicht nur eine dekorative Funktion hat: es heißt El Qirkat und ist das arabische Magische Quadrat, das der Legende nach vom Zauberring des Königs Salomon ausgeht, mit Zahlen und Buchstaben, also den Grundelementen der Schöpfung. Eine analoge Zeichnung wurde im unterirdischen Geschoß von Santa Maria di Collemaggio gefunden sowie im Turm von Chinon in Frankreich, wo sie den hier eingeschlossenen Templern zugeschrieben wird.

Paganica
In der Friedhofskirche San Giustino sieht man an der Seitenwand ein großes Schachbrett: von den Arabern hierher gebracht, stellt das indische Schachspiel das Schlachtfeld für Deva und Asura dar, die entgegengesetzten und komplementären Kräfte, von denen die Dynamik der Schöpfung abhängt. In Verbindung mit dem Magischen Quadrat bestätigt das Schachbrettmuster die Übereinstimmung des Baus mit den Regeln der Schöpfung.

  • Länge: 174.6 km

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km 49.5

Campotosto

42.560 N - 13.368 E

Campotosto ist eine Gemeinde im Norden der Provinz l'Aquila, in der Nähe des gleichnamigen und berühmten Sees, Auf 1420 m Seehöhe gehört sie zu den höchst gelegenen Gemeinden Italiens und hat ein strenges und feuchtes Klima mit schneereichen Wintern aufzuweisen. Campotosto zählt etwas mehr als 700 Einwohner und gehört zur Comunità montana Amiternina und zum Nationalpark Gran Sasso e Monti della Laga.

Die Ortschaft liegt inmitten einer ausgedehnten Bergkette: im Nordosten die Monti della Laga und im Süden der Gran Sasso.

Die wichtigsten Aktivitäten der lokalen Bevölkerung sind die Viehzucht und die Herstellung von Wurstwaren und Käse. Campotosto unterstand viele Jahre der Rechtssprechung von Amatrice und wurde zwischen 1380 und 1388 von den Aquilanern verwüstet, die mit Amatrice verfeindet waren. Im 16.Jh. gehört Campotosto dank Karl V. zum Feudalbesitz der Medici und ging dann auf die Farnese und schließlich auf Francesco Barile über.

Erwähnenswert ist die Kirche Santa Maria di Brugnoleto und, in der Gegend von Poggio Cancelli, die Kirche der Madonna di Loreto. Vom Fremdenverkehrsstandpunkt aus ist der Ort jedoch vor allem wegen des Sees so wichtig, der zusammen mit den verschneiten Wintersportorten die Hauptattraktion der Gegend darstellt.

Campotosto liegt außerdem an der Pferdebahn des Gran Sasso und gerade hier zweigt Nebenstrecke ab.

Im Ort wird seit mehr als 500 Jahren die so genannte “mortadella” von Campotosto hergestellt, eine besondere Wurst aus Schweinefleisch, die von nur wenigen Einheimischen noch heute nach dem überlieferten Rezept hergestellt wird.

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km 23.9

Paganica

42.360 N - 13.470 E

Paganica ist eine Fraktion der Gemeinde L'Aquila. Sie zählt ca. 7000 Einwohner, liegt auf 783 m Seehöhe und nur 7 km vom Hauptort entfernt an den Hängen des Gran Sasso Massivs am Fluss Vera. Sie entstand während der Römischen Republik (509 v.Chr. - 27 v.Chr.) an der Via Claudia Nova, jener Straße, die die Stadt Amiternum mit Peltuinum und Aufinum verband und weiter in Richtung Adria bis zur Tiburtina Valeria führte. Der Name Paganica könnte auf die in der Gegend gefundene Inschrift “Jovi Paganico Sacrum” zurückzuführen sein, oder aber auf die Bedeutung von “pagus”, nämlich Dorf. Sie ist also bereits in römischer Zeit wichtig, erlebt aber ihre wahre Blütezeit im Mittelalter, als sie dank ihrer geografisch vorteilhaften Lage der Mittelpunkt aller im Umkreis entstehenden Villen wird. Das mittelalterliche Zentrum wurde direkt auf das römische gebaut. 1254 beteiligte sich auch Paganica an der Gründung von L'Aquila und baute die Kirche und den Platz Santa Maria Assunta, später Santa Maria Paganica genannt.

Sie hat sich immer eine gewisse Selbständigkeit und eine starke Identität erhalten, die sich bei verschiedenen  Gelegenheiten ausdrückte.

Als die Bande zwischen der  Stadt und dem Comitatus Aquilanus sich zu lockern beginnen, ist Paganica unter den Initiatoren des Aufstandes von 1528 gegen die Aragonesen. Dieser Aufstand wird blutig niedergeschlagen und endet mit dem Beschluss des Vizekönigs Pietro da Toledo, eine Festung zu bauen und dafür ganze Stadtviertel wie z.B. das alte Viertel Tempera zu schleifen.

Die Stadt wird von drei großen Katastrophen heimgesucht: die Pest 1656, das Erdbeben von1703 und das Erdbeben vom 6.April 2009, das den ältesten Stadtteil trifft und einige Menschenleben fordert.

Ende des 18.Jh. erlauben die Freiheitsbestrebungen in ganz Europa auch Paganica, ihre Verwaltungsautonomie neu zu organisieren. Paganica wird Gemeinde und Hauptort des Bezirks und umfasst Bazzano, Onna und Tempera. Bis zum Faschismus bleibt Paganica eine eigenständige Gemeinde. 1927 präsentiert der Ortsvorsteher Adelchi Serena sein Projekt “Grande Aquila”, das die Einverleibung von 8 Gemeinden  des Bezirks in den Hauptort vorsieht: es folgen Proteste und Volksaufstände bis zu einer Volksbefragung im Jahr 1990, bei der die Bevölkerung ihren Willen ausdrückte, wieder eigene Gemeinde zu werden. Trotz der großen Mehrheit der Stimmen halten bürokratische Schwierigkeiten die Durchführung auf.

Sehenswert sind: die Pfarrkirche der Assunta, die auf einen römischen Tempel gebaut wurde; die als Zentralbau errichtete Kirche der Concezione; die Kirche S.Maria del Presepe aus dem 17. Jh.; die Kirche Madonna d'Appari aus dem 13.-14. Jh., in der interessante Fresken zu finden sind.

In Paganica wurde u.a. der Journalist Edoardo Scarfoglio geboren, einer der Gründer der neapoletanischen Tageszeitung Il Mattino.

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km 16.4

Bominaco

42.244 N - 13.658 E

Bominaco ist eine Fraktion der Gemeinde Caporciano in der Provinz l´Aquila. Sie hat ca. 50 Einwohner und liegt auf 1000 m Seehöhe.

Es handelt sich um einen mittelalterlichen Ort, der vor allem für seine Kirchen Santa Maria Assunta und San Pellegrino und für die Burg bekannt ist. Ursprünglich hieß er Momenaco und gehörte den Benediktinern. Nel 1254 beteiligte er sich an der Gründung von l´Aquila. Hier fand die Belagerung durch Braccio da Montone statt und in der Folge dieses Vorfalls ließ der damalige Feudalherr Cipriano di Iacobuccio da Forfona einen Verteidigungsturm in der Art der Mauerburgen errichten.

Santa Maria Assunta und San Pellegrino sind hingegen wertvolle Beispiele der Kunst in den Abruzzen und bilden zusammen mit der Burg das Kloster der früheren Ortschaft Momenaco. San Pellegrino hat einen rechteckigen Grundriss, einen vorgebauten Portikus mit drei frontalen und zwei seitlichen Bögen. Im Inneren Fresken mit der Darstellung des Kalenders der Diözesen mit den von den Benediktinern benutzten Tierkreiszeichen. Die romanische Kirche Santa Maria Assunta wurde im 11.-12.Jh. in den Fels gebaut. Sie hat drei Schiffe und eine Säulenhalle mit unterschiedlichen Säulen. Neben Santa Maria Assunta stand ein Kloster, von dem heute außer einem noch gut erhaltenen Brunnen nur noch ganz wenige Spuren zu finden sind.

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km 84.8

Capestrano

42.269 N - 13.766 E

Nicht versäumen sollte man die mächtige, über den Hügeln liegende Burg von Capestrano. Sie liegt auf dem Weg, der vom Tal des Tirino zu der Piana di Navelli und L`Aquila ansteigt. Außergewöhnlich ist die Statue des berühmten Kriegers von Capestrano (6. Jh. v.Chr.), eine der schönsten Skulpturen aus Picene.

Der archäologische Ausgrabungsort, an dem sie gefunden wurde ist am Fuß des Ortes an der Straße ausgeschildert, aber um die Statue zu sehen, muss man sich in das Archäologische Nationalmuseum in Chieti begeben, wo sie ausgestellt ist.

Die eindrucksvolle Burg Piccolomini (sie gehörte später den Medici) ist eine großartige, kürzlich restaurierte Festungsanlage aus dem Jahr 1400. Am Ende einer Allee außerhalb des Zentrums kommt man zum monumentalen Komplex des Klosters San Giovanni da Capestrano.

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Magliano dei Marsi

42.092 N - 13.363 E

Magliano dei Marsi erlitt bei dem Erdbeben von 1915 schwerste Schäden. Es wurde später in der Nähe des Monte Velino (mit 2487 m dritthöchster Gipfel des Apennin) neu wieder aufgebaut.