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Potenza ist eine der zwei Provinzen der Basilikata und hat insgesamt 100 Gemeinden, u. A. natürlich Potenza, höchste Landeshauptstadt Italiens (819 m). Im Westen guckt sie auf eine kleine Fläche des Tirrenischen Meeres, im Westen ist sie von Kampanien (Salerno und Avellino Provinzen), im Norden mit Apulien (Foggia, Barletta-Andria-Trani und Bari Provinzen), im Osten von der Provinz Matera und im Süden von Kalabrien (Provinz Cosenza) begrenzt.
Das Gebiet von Potenza ist größer als die lukanische Provinz Matera und durch mehrere verschiedene Landschaften charakterisiert. Hier befinden sich nämlich Industriegebiete, wie das von San Nicola di Melfi, aber auch viele ausschließlich naturalistische Gebiete, wie der See Monticchio und die künstlichen Seen Monte Cotugno, Pertusillo, Acerenza und Rendina.
Und dann noch die Küste Maratea, einzige Öffnung zum Meer der Provinz, das zentrale Gebiet des lukanischen Waldes, der große Nationalpark Pollino, der sich zum Teil auch über die Provinz Matera und Kalabrien ausbreitet, und die Naturschutzgebiete Lago Pantano di Pignola (vom WWF betrieben) und Abetina.
Trotz der vielen Erdbeben, die im Laufe der Jahrhunderte (das letzte war 1980) die Stadt beschädigt haben, wurde Potenza mehrmals neu aufgebaut und bewahrt hier noch viele Zeugnisse einer blühenden Vergangenheit auf. Unter den sehenswerten Monumenten: der aus dem XII Jh. stammenden Dom, der während des Klassizismus etwas verändert wurde und heute noch mehrere wertvolle Kunstwerke aufbewahrt; die Villa Romana di Malvaccaro, reich an wertvollen Mosaiken; die Edicola di San Gerardo, ein kleiner Tempel aus dem XIX Jh., in dem sich die Statue des verehrten Heiligen befand; das Nationale Archäologische Museum und das Archäologisches Provinzmuseum, in dem sich mehrere Fundstücke befinden, die mit den historischen Ereignissen von Potenza verbunden sind; das Staatliche Archiv, in dem viele Dokumente ab dem XIV Jh. und verschiedenste Pergamente aufgehoben sind; die romanische Kirche San Michele Arcangelo, die im XII Jh. erbaut wurde und interessante Werke aufbewahrt, u. A. die "Madonna del Carmine" und die "Madonna del Rosario e quindici misteri"; die aus dem XII Jh. stammende Kirche S. Maria del Sepolcro, in der man ein Marmorflachrelief bewundern kann, das eine "Madonna col Bambino ed angeli" darstellt.
In der Nähe von Potenza liegen zwei erwähnenswerte Orte, Tolve und Vaglio Basilicata, in deren Umgebung sich eine einheimische Siedlung und eins der ältesten Heiligtümer der Region, der Santuario della dea Mefitis befinden. Nord-Westlich von Potenza in der Natur versunken liegt hingegen eine Reihe von Dörfern, die von breiten grünen Tälern oder von Zerreichen- Kastanien- Buchen- und Tannenwälder umgeben sind. Besonders erwähnenswert ist Muro Lucano mit dem Schloss, der Kathedrale und dem National Archäologische Museum.
Unter den Ortschaften, die sich im bergigen Gebiet des Melandro, südlich der Landeshauptstadt, sollte man unbedingt das mittelalterliche Dorf Brienza, Picerno und Vietri di Potenza besichtigen.
In dem süd-östlichen Gebiet der Provinz befinden sich die Dolomiti Lucane, der gleichnamige Regionalnaturpark und die herrlichen Orte Brindisi di Montagna, Castelmezzano und Pietrapertosa, der der höchste Ort der Basilikata ist (1088 m). Im Norden der Provinz befindet sich das Gebiet des erloschenen Vulkans Monte Vulture, komplett von Wäldern bedeckt.
In dieser Umgebung liegen zwei wichtige Schlösser. Das erste, Castel Lagopesole, befindet sich in der Gemeinde von Avigliano und wurde im Auftrag von Kaiser Friedrich II aus Schwaben 1242 auf den Resten früherer Gebäude erbaut. Das Schloss hat etwas Besonders: anstatt der üblichen Kapellen ähnlicher Konstruktionen der selben Epoche befindet sich hier eine richtige Kirche. Auch das zweite Schloss Castello di Melfi wurde von Friedrich II in Auftrag gegeben und auf den Resten einer alten Festung erbaut. Dieses Schloss befindet sich im Herzen des gleichnamigen mittelalterlichen Ortes, der ebenfalls eine Besichtigung wert ist. Wenn man von Schlössern spricht, muss man auch das Castello di Venosa erwähnen, bekannter Geburtsort des berühmten lateinischen Poeten Horaz. Außer dem Schloss, in dem sich das Nationale Archäologische Museum befindet, sollte man einiges nicht versäumen: die Kathedrale, die Abtei der Trinität und den Archäologischen Park, ein großes Ausgrabungsgebiet, in dem sich die Thermen, die Domus, der Herrensitz, das Bischofshaus, die unvollendete Kirche und das Amphitheater befinden.
Nicht weit von Venosa entfernt, befinden sich außerdem die jüdischen und christlichen Katacomben. Erwähnenswert auch die Kathedrale Aderenza. In der Provinz, dicht an der tyrenischen Küste, ist das Ausgrabungsgebiet “Grumentum” erwähnenswert. Eine antike römische Stadt, die im III Jh. v. Chr. entstanden ist, von der noch viele Reste zu erkennen sind: das Theater, der kleine italienische Tempel, die mit Mosaiken geschmückte Domus, das Forum mit dem Kapitol, das Augusteum, die Basilika und das Amphitheater.
In dieser Umgebung befindet sich auch das Nationalmuseum Alta Val D’Agri. Erwähnenswert sind außerdem die Orte Moliterno, Marsico Nuovo, Viggiano, Rivello und Lagonegro. Zuletzt befindet sich an der tyrenischen Küste das hübsche Städtchen Maratea mit einem mittelalterlichen Zentrum und herrlichen schmalen Gassen. Maratea wird auch “Stadt der 44 Kirchen” genannt, auf Grund der vielen religiösen Gebäuden, die sich hier befinden; u. A. die Kirche Annunziata, die Kirche Immacolata und die Kirche S. Maria Maggiore. Nicht weit vom Stadtzentrum befinden sich auf dem Berg San Biagio die Ruinen der Alten Maratea, das Heiligtum S. Biagio und die Heillandstatue.
Den Liebhabern des Meeres bietet die Provinz Potenza eine über 30 km lange Küste, kristallklares Wasser, kleine versteckte Strände, steil aufs Meer hinunter blickende Felsen und unvergessliche Landschaften.
Die Wassersportfans haben viele Möglichkeiten: vom Tauchen über Fotografie unter Wasser, Fischen und Speerfischen. Und weiter Bootsausflüge, Wasserski, Kanoo und Windsurf. Die Fans der Späleologie können längs der nördlichen Küste von Maratea viele Grotten erforschen, u. A. die Grotta del Sogno, die Grotta del Dragone, die Grotta dei Monacelli und die Grotta di Marina di Maratea.
Den Wander- und Trekkingliebhaber bietet die Provinz das ganze Jahr über unvergessliche Ziele, von den Lukanischen Dolomiten bis zur Serra Dolcedorme. Außerdem gibt es überall noch Reitschulen und Agritourismen, die für jedes Niveau geeignete Reitausflüge anbieten. Natürlich fehlt es nicht an Skigebieten, wie das in der Nähe des La Sellata Passes, wenige Km von Potenza entfernt. Das Naturschutzgebiet Lago Pantano di Pignola ist ein wahres Paradies für Birdwatchingfans, die aus den Holzhütten, die überall im Park stehen, das Verhalten mehrere Vögel beobachten können, wie z. B. den Mäuserbussard, Blasshüner, Habichte, Falken, Reiher, Kormorane und im Frühling und im Sommer auch den Zwergtaucher, Symbol des Parks.
Erwähnenswert ist noch der Historische Landschafts- und Umweltpark der Basilikata, der sich im Wald Grancia befindet und mehrere Routen bietet, um die Landkultur kennen zu lernen.
Die typischen Geschmäcker der Basilikata sind scharf: paprika und aromatische Gewürze. Hauptelement ist das Schweinefleisch: was Schinken, Würste, Würstchen und Speck angeht, sind die Lukaner richtige Experten.
Eines der typischen Gerichte sind z. B. Cotechinata, gebratenes Schwein, Peperonata mit Schweinefleisch, Sanguinaccio Salami.
Außer dem Schweinefleisch wird auch Schafs- und Lammfleisch benutzt. Unter den Fischgerichten schmecken die Meeressuppen und die im Ofen gebackenen Aale, Forellen und Stockfische besonders gut. Was Vorspeisen angeht, sind die hausgemachten Nudeln jeglicher Art die absoluten Protagonisten der Speisetafeln: Orecchiette, Cavatelli, Strozzapreti, Fusilli und Strascinate. Typisch sind die Fusilli mit Feldbohnen.
Weitere erwähnenswerte Spezialitäten sind die köstlichen Käsesorten: Scamorza, Provola und Ricotta. Besonders beliebt ist der Caciocavallo, dessen Name (Pferdekäse) vom Reifungsprozess kommt: je zwei Formen werden an einen Stock „gesattelt“. Nicht zu vergessen der “Pecorino di Moliterno”.
Die drei berühmtesten Weine der Basilikata sind der Aglianico, ein Rotwein (der ein Qualitätsmarkenzeichen erhalten hat), der Moscato, weißer Perlwein, und die Malvasia, typischer Dessertwein.