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Aus den Legenden und Geschichten geht hervor, dass die Ursprünge der Küche des Piemont in ferner Vergangenheit liegen. Piemont ist eine der Regionen Italiens, die sich, was die kulinarischen Traditionen angeht, in Spitzenposition befindet.
Viele der historischen Rezepte entstanden in Turin und verbreiteten sich dann in ganz Italien oder sogar über die Landesgrenzen hinaus, wie z.B. das Rezept der Grissini, oder das Rezept der Amaretti di Mombaruzzo
Die Küche des Piemont ist hauptsächlich aufgrund ihrer intensiven Geschmacksnoten bekannt, wie z.B. Knoblauch und Sardinen in der Bagna cauda oder der scharfe Duft der weißen Trüffel aus den Langhe zum Tabarin. Diese intensiven Noten passen gut zu robusten Rotweinen wie dem Barbera d'Asti oder zu den länger gelagerten Weinen wie dem Barolo. Die geographische Nähe zu Frankreich hat andererseits einige typische Rezepte im Piemont hervorgebracht, die feiner, schlichter und edler sind.
Die Region Piemont mit ihren geographisch unterschiedlichen Merkmalen wie den hohen Alpen, den Hügellandschaften und den ausgedehnten, von Flüssen (der längste darunter ist der Po) durchzogenen Ebenen bietet eine Vielzahl von Qualitätsprodukten. Berühmt sind die Molkereiprodukte, Weizen, Gemüse und Obst sowie Fleisch und die in der ganzen Welt bekannten und beliebten Weine. In der Vergangenheit konnten nur die Reichen sich das Privileg des Fleisch Essens gönnen. Die Tiere wurden bis ins hohe Alter für die Feldarbeit benötigt, sodass ihr Fleisch zäh war und deshalb in den robusten und aromatischen piemontesischen Weinen mariniert wurde. So wurden die große Fleischstücke mürbe und erhielten Geschmack.
Das Gericht, das diese Art der Fleischzubereitung im Piemont beispielhaft darstellt, ist zweifellos Brasato al Barolo (Schmorbraten mit Barolo), eine Verbindung, die das wertvolle Rindfleisch und einen der besten Weine des Piemont zur Geltung bringt.
Aber nicht nur Fleisch ist hier beliebt, das vielleicht typischere Gericht der Region ist die
"Bagna cauda", eine Mischung aus rohem Qualitätsgemüse, das in eine stark mit Knoblauch gewürzte "bagna" eingetaucht wird.
Ein weiteres Symbol für die Region ist die Trüffel. Beinahe alle Gerichte der piemontesischen Küche können nach Meinung der Bevölkerung mit einigen Streifchen der duftenden weißen Trüffel verfeinert werden.
Eine weitere gastronomische Tradition umfasst eine Reihe von frischen Pastagerichten, wie z.B. die Tagliatelle oder Taglierini (tajarin), und auch der Blätterteig zur Zubereitung der berühmten Agnolotti oder auch der Ravioli.
Besonders hervorzuheben sind die mehr als 60 verschiedenen Käsesorten, die vom Frischkäse, wie z.B. den Tomini bis hin zu den reifen Käsesorten Brus und Gorgonzola reichen.